Berlin – Berlin – wir fahren nach Berlin.

Jugendliche des CVJM Krauschwitz e.V. erleben eine  facettenreiche Bundeshauptstadt Berlin

 

Am 24.02.2014 war, für Langschläfer in der Ferienzeit, relativ früh (9.30Uhr) Treff am CVJM in Krauschwitz. Mit dem Kleinbus traten wir dann unsere Reise nach Berlin an. Anfangs noch etwas träge, wurden die Gesprächen aber schnell angeregter und offener. knast

 

Nach dem Mittagessen in einem Fastfood-Restaurant begaben wir uns gestärkt in das ehemalige Staatssicherheitsgefängnis Berlin-Hohenschönhausen.

Der Aufenthalt begann mit einem kurzen Einführungsfilm, der die Grausamkeiten dieser Zeit bereits präzisierte. Dann wurden wir von einem ehemaligen Häftling, der zwar in Potsdam inhaftiert war, uns jedoch berichtete, dass jedes Staatssicherheitsgefängnis durch die zentralen Richtlinien gleich aufgebaut war, durch die heutige Gedenkstätte geführt.

Wir sahen, welcher physischen und auch psychischen Gewalt die Häftlinge ausgesetzt waren und auch welcher Aufwand für jeden Einzelnen betrieben wurde, nur damit das diktatorische System aufrechterhalten werden konnte.

Besonders beeindruckend war natürlich, dass unser Guide ein Zeitzeuge ist und somit aus seinem eigenen Erfahrungsschatz berichten und uns sogar Teile seiner eigenen Stasiakte zeigen konnte.

Er beendete seine Führung sinngemäß mit der Aussage, dass es in der Vergangenheit zwei Diktaturen hintereinander gab und es ein langer aufopferungsvoller Weg für unsere Vorfahren war so ein System wie es heute gibt aufzubauen. Auch wenn die heutige Welt noch so ungerecht zu sein scheint, gibt es hier auf Erden keine bessere Lösung. Es ist also einfach nur traurig wenn Einzelne versuchen unser System zu zerstören. Deswegen sollen wir uns engagieren, engagieren für das Wohl einer Gesellschaft, die von jedem abhängt.

 

dunkelrestaurantNach dem Bildungsteil unserer Reise schoben wir vor dem nächsten Höhepunkt, dem ersten Dunkelrestaurant in Berlin, einen Shoppingnachmittag ein. Gerade die Tüten der Mädchen sahen ziemlich voll aus, doch zum Glück konnte unser erstandenes Gut während des Abendessens im Auto bleiben, sonst wäre es uns in der Dunkelheit noch verloren gegangen.

Schließlich war es während unseres Drei-Gänge-Menüs noch finsterer als in der Nacht. Unsere Bedienung war eine fast blinde Frau, die aber unter uns „Blinden der Dunkelheit“ wohl in diesen 2 ½ Stunden eher die Sehende war.

Nachdem wir unsere Getränke bekommen hatten und auf unser Essen warteten erwies sich, dass durch jegliches Lichtquellen- und somit auch Handyverbot und natürlich auch durch die völlig ungewöhnliche Situation, deutlich mehr Unterhaltungen entstanden, als es sie in einem normalen Restaurant gegeben hätte.

Als besonders schwierig erwies sich das Essen der Hauptspeise, da das Fleisch auf konventionelle Weise natürlich hätte geschnitten werden müssen, doch wie jede individuelle Lösung aussah, bleibt ein Geheimnis der Dunkelheit.

Für alle war dieses Abendessen der etwas anderen Art ein Erlebnis, das keiner missen will.

 

Bevor wir den Weg zurück in die Heimat antraten entschieden wir noch kurzfristig das Brandenburger Tor sowie das Bundestagsgebäude bei Nacht zu bestaunen.

 

Ich denke im Namen aller sprechen zu können indem ich sage, dass es insgesamt ein sehr gelungener und erlebnisreicher Ausflugstag nach Berlin war.

                                                                                                                                                               Pia Lindner

BB-Tor

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