Rundbrief von Europäischer Freiwilliger Karola Bene

Seit Anfang September haben wir im CVJM Krauschwitz e.V. eine europäische Freiwillige. Karola Bene aus Rumänien ist seitdem gemeinsam mit Jugendreferent Matthias Gelfert unterwegs. Hier ihr Rundbrief zum Jahresbeginn. ...weiterlesen...



KarolaLiebe Freunde der Ev. Jugendarbeit in der Region Krauschwitz, Weißwasser, Schleife!

Ich wohne schon seit vier Monaten in Deutschland, aber es scheint weniger. Die Zeit ist besonders schnell weggelaufen. Ich habe schon nicht nur eine Menge Erfahrungen und Erlebnisse gesammelt, sondern auch viele Freunde. Ich bin unterwegs mit Matthias Gelfert, Jugendreferent der Region Krauschwitz, Weißwasser und Schleife. Wir arbeiten mit den Jungen Gemeinden aus den besagten drei Orten. Außerdem beschäftigen wir uns mit Jugendlichen im Schülercafé Weißwasser und mit Schülern im Schulclub Krauschwitz.

Ehrlich gesagt, war das Einleben nicht so schwer. Echte Hilfen waren mein Chef und meine neue Familie (Familie Zinkernagel), die immer dabei ist und die mir Liebe und Zuwendung bietet. Ich habe anfangs Schwierigkeiten mit der Sprache gehabt. Obwohl ich einen gründlichen Wortschatz gehabt hatte, war es schwer, ihn im Alltag zu benutzen und alles zu verstehen.

Mein Kopf ist voll mit Gedanken und Erlebnissen, die ich mit euch teilen möchte. Leider kann ich nicht alles aufschreiben, weil es schon ein ganzes Buch wäre.J Deswegen versuche ich nur ein paar essenzielle Rückblicke zu bemerken. POMELO 20151214211524 fast

Schon am Anfang waren meine vorherigen Ängste verschwunden. Obwohl es nicht einfach war, ein neues „Mitglied“ der Jungen Gemeinden zu werden, hat meine Arbeit mir Spaß gemacht. Mein Job war/ist nie langweilig und Matthias macht es noch lustiger.

Im September habe ich schon den Unterschied zwischen den zwei Kulturen und auch zwischen den zwei Konfessionen (katholisch und evangelisch) beobachtet. Es     gibt mehrere Dinge, die ich unglaublich gut finde. Es wäre schön, wenn wir auch in Rumänien diese Tätigkeiten machen könnten. Zum Beispiel hat die Zusammenhörigkeit der Gemeinde mir gefallen. Als ich am evangelischen Gottesdienst und an Ausflügen mit den Familien aus der Gemeinde KW teilgenommen habe, habe ich sofort bemerkt, dass es eine große Familie ist. Man 20150927 162611kann sich auch in der Kirche wohlfühlen und soll nicht nach ehemaligen Traditionen einen Gottesdienst „durchhalten“ (wie bei uns). Ich finde es auch fabelhaft, dass die Menschen hier großen Wert auf Kinder- und Jugendarbeit legen.

Obwohl es für die Jugendlichen wichtiger wäre, die Liebe des Gottes zu fühlen, entfernen sie sich vom religiösen Leben. Ich habe erfahren, dass die Menschen, mit denen wir arbeiten, versuchen, den Gott, Jesus und den Glauben in die Nähe der Jugendlichen zu bringen. Als Beispiel nehme ich die Churchralley, als wir mit den Konfirmanden in der Kirche (Schleife) übernachtet haben, oder den Jugendgottesdienst, den wir mit der JG vorbereiten haben. Ein anderes gutes Beispiel ist das Flashcafé, wo die Jugendlichen sich treffen, die an sozialen Schwierigkeiten leiden und um die die Eltern sich nicht kümmern. Die Mitarbeiter möchten ihnen mit Andachten und Gesprächen helfen, damit die Jugendlichen den richtigen Weg finden können.

Inzwischen habe ich es geschafft, mein erstes Miniprojekt zu machen. Ich habe eine kleine Präsentation über das Leben in Rumänien als Ungarin gehalten. Um den Abend authentischer zu machen, habe ich typische ungarische und rumänische Gerichte gekocht. Es fand in Krauschwitz statt. Ich war positiv überrascht, weil die Zuhörerschaft mir viele verschiedene Fragen gestellt hat.

Die größte Veranstaltung, an der ich teilgenommen habe, war die Jugendnacht. IMG 20151127 120853 1Mit den anderen ungarischen Freiwilligen haben wir fast alle Programmangebote ausprobiert. Diese Nacht hat auch meine Beziehung zu den Jugendlichen, mit denen wir arbeiten, geprägt. Wir haben ganz viele gemeinsame Erinnerungen gemacht, die uns miteinander verbinden. Obwohl es meine erste Jugendnacht war, hat es total Spaß gemacht und ich bin sicher, dass ich nächstes Jahr wieder da sein werde.  

Alles in allem habe ich während dieser vier Monate meinen Platz gefunden und ich kann mich wohlfühlen. Ich hoffe, dass das nächste Jahr mehrere schöne Erlebnisse, Erfahrungen und Überraschungen mitbringt. In einer Sache bin ich sicher: ich hab es gar nicht bereut, dass ich nach Deutschland gefahren bin!J

Ich wünsche euch ein gesegnetes Weihnachten!

Herzliche Grüße,

Karola

SAM 3764

SAM 3774

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